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Voice Over IP

Einer der alltäglichsten Vorgänge unseres Lebens ist es via Telefonhörer mit jemandem zu sprechen. Genauso selbstverständlich ist inzwischen der Austausch elektronischer Post, der Emails, übers Internet. Wäre es da nicht sinnvoll, Sprache auf dem gleichen Weg zu übermitteln?

Die IP-Telefonie, auch als Voice over IP (kurz VoIP) bekannt, bezeichnet das Telefonieren über ein Computernetzwerk auf der Grundlage des Internet Protocols.

Auch die Telecom interessiert sich bereits für die Internettelefonie. Die Tochtergesellschaft T-Online werde noch im ersten Halbjahr 2005 mit einem entsprechen Produkt an den Markt gehen, kündigte Konzernchef Kai-Uwe Ricke an. In Deutschland würde die Telekom mit Voip ihrem eigenen Festgeschäft Konkurrenz machen.



Was ist also dran an VoIP? Wie funktioniert es? Für wen eignet sich VoIP?

In den neunziger Jahren wurden bereits die ersten Schritte zur Internet-Telefonie gemacht, doch bald kam die Erkenntnis durch, dass die Übertragung von Sprachdaten nicht einfach nur eine weitere Internet-Anwendung ist, sondern höchste Anforderungen an die Netzwerk-Infrastruktur stellt - zumindest dann, wenn die Sprachqualität auf Festnetz-Niveau liegen soll. Nachdem die Telefonkunden ihre Neujahrsgrüße zur Jahrtausendwende dann doch über das gute, alte Festnetz übermitteln mussten, startet nun ein neuer Versuch.

Voraussetzungen

Für Kunden ohne einen schnellen Internetanschluss hat VoIP nur wenig Attraktivität. Ein Breitbandanschluss, wie DSL, ist für eine gute Sprachqualität unbedingt notwendig, denn das Datennetz spielt bei der Übertragung eine wichtige Rolle. Grundsätzlich lässt sich aber auch mit einem analogen oder ISDN-Anschluss über das Internet telefonieren.
VoIP kann mit Hard- oder Software betrieben werden.

Software

Hierbei kann man mit einem im Internet verbundenen PC und einer freien Software telefonieren. Man ist unter der Rufnummer allerdings nur erreichbar, wenn man mit dem PC im Internet verbunden ist. Interessant für Kunden, welche günstig telefonieren wollen, aber die Erreichbarkeit des Anschlusses nicht im Vordergrund steht. Sie benötigen zusätzlich ein HeadSet (Kopfhörer und Mikro) für Ihren PC, bzw. ein USB-Telefon.

Hardware

Adapter:


Wenn man analoge Geräte (Telefon, FAX, ...) weiterverwenden möchte, wird ein Adapter mit einem analogen (POTS) Anschluss empfohlen. Der Adapter wird an einem Port des Routers angesteckt.

IP-Telefone:


Das IP-Telefon besitzt einen Ethernet-Anschluss und kann direkt an einen Port Ihres Routers angeschlossen werden.


Für wen eignet sich VoIP

Das größte Argument, das für den Einsatz von Voice over IP-Technologie spricht ist, wie sollte es anders sein, die enorme Kosteneinsparung gegenüber dem Festnetz, da Datenleitungen mehrfach genutzt werden können. Sprachinformation werden nicht über eine einzige geschaltete Verbindung in ein Telefonnetz übertragen, sondern digitalisiert, komprimiert, in IP-Pakete verpackt, die auf nicht festgelegten Wegen in einem Netzwerk an ihr Ziel gelangen. Die Infrastruktur kann sich die Internettelefonie mit anderen Datenübertragungen teilen.

Unternehmen

Die meisten Unternehmen unterhalten heutzutage ein Datennetzwerk und zusätzlich ein zweites unabhängiges Telefonnetzwerk. Damit sind hohe Kosten verbunden und es liegt nahe, mit heutiger Technik Computeranwendungen und Telefoniedienste in einem einzigen Netzwerk zu vereinen.

Vorteile:


Privathaushalte

Auch im Privatbereich lassen sich mit Voice over IP Kosten senken: Gespräche zwischen Internet-Telefonen innerhalb des eigenen Netzwerks sind dabei üblicherweise kostenlos. Das kann sich vor allem für Personen lohnen, deren Partner/Familienmitglied in einer anderen Stadt wohnt. Hat derjenige den gleichen VoIP-Anbieter gewählt oder einen aus dem entsprechenden Partnerprogramm, sind die Gespräche miteinander meist kostenlos. Ein Austauschjahr im Ausland oder ein vorübergehender Auslandsaufenthalt kann sich gehörig auf die Telefonkosten niederschlagen. Wenn Personen über das Internet telefonieren, werden diese Kosten auf ein Minimum begrenzt, da der Standort des Anschlusses nicht mehr entscheidend ist. Auch in Familien, in denen einer mit dem "normalen" Telefon telefoniert, kann ein anderes Familienmitglied über das Internet telefonieren. Es ist jedoch Vorsicht geboten, denn Call-by-Call kann, je nach Anbieter, günstiger sein als Gespräche über das Internet zu führen. So lohnt sich Internet-Telefonie eher für diejenigen, die sehr oft mit einem bestimmten Gesprächspartner telefonieren oder bei dem mehrere Anzurufende auch über denselben Anbieter telefonieren.

Auf VoIP umstellen (Migration)

Unternehmen, die heutzutage eine herkömmliche Telefonanlage besitzen, haben verschiedene Möglichkeiten, um Voice over IP einzusetzen.

Zunächst kann es ratsam sein, VoIP zusätzlich zu einer normalen Telefonanlage einzusetzen. Mit der Zeit werden aber die traditionellen Telefonanlagen veralten und Neuanschaffungen können dann ausschließlich für VoIP getätigt werden. Gleichzeitig kann so eine "Testphase" laufen, ohne dass der Telefonverkehr dadurch eingeschränkt wird. Da neben den DSL-Anschlüssen auch die Hardware mit der Zeit günstiger wird, lohnt es sich für Privatpersonen, mit der kompletten Umstellung noch ein wenig zu warten.

Rufnummern

Die VoIP Anbieter vergeben neue Telefonnummern, die entweder an ein Ortsnetz gebunden oder frei wählbar sind (diese beginnen dann z.B. mit 01801 oder 0700). Ortsnetznummern gibt es bisher nur für bestimmte Ortsnetze, meist die größeren Städte in Deutschland (sipgate bietet z.B. mehr als 1.000 Ortsnetzvorwahlen an) Es besteht aber auch die Möglichkeit, die alte Rufnummer umleiten zu lassen. Hier wird eine Anrufweiterleitung zu einer VoIP-Nummer geschaltet. Bei einigen Anbietern kann man seine Telefonnummer auch rüberziehen, so wie wir es mittlerweile bei den Mobilfunknetzen gewohnt sind (bei Anbieterwechsel kann die Nummer "mitgenommen" werden). Diese Dienstleistungen sind jedoch mit Kosten verbunden und auch noch nicht bei allen Providern möglich.

Einen anderen Weg schlägt ENUM ( TElefone NUmber Mapping) ein. Laut ENUM.de ermöglicht es ENUM, Telefonnummern mit dem Internet zu verknüpfen. ENUM kann unter nur einer Telefonnummer verschiedene Dienste wie Webseiten, eMail und alle anderen denkbaren Services verfügbar machen. So können unter einer einzigen ENUM-Nummer das private Telefon, das geschäftliche Telefon, die Faxnummer, die Handynummern, eMail-Adressen, die eigene Website und alle anderen denkbaren Kommunikationsadressen zusammengefaßt werden. Je nach gerade aktuell verwendetem Kommunikationsmittel (z.B. Telefon, eMail-Programm usw.) sucht sich dieses unter der angegebenen ENUM-Nummer die eigentliche Zieladresse.

ENUM benutzt das "Domain Name System" (DNS), um die Telefonnummern auf die hinterlegten Webadressen bzw. URL's zu verknüpfen und aufzulösen. Um die Telefonnummern in das DNS-System zu überführen, wird eine Telefonnummer in eine eindeutige Domain verwandelt. Detaillierte Informationen bietet http://www.enum-center.de/.

Fazit

Der Trend zu VoIP ist nicht mehr aufzuhalten und je ausgereifter die Technik wird, desto größer wird die Nachfrage. Über kurz oder lang wird Soft- und Hardware günstiger und die Telefonate kostenlos.

Doch genau wie bei herkömmlicher Datenübertragung durch das Internet wird es auch hier Sicherheitslücken geben. Um diese Risiken zu minimieren, haben diverse Anbieter von Internettelefonie und andere IT-Unternehmen, darunter Symantec, 3Com und Alcatel, die Voice Over Internet Protocol Security Alliance (VOIPSA) gegründet. Die Allianz will angesichts der stärkeren Verbreitung der Technik mögliche Sicherheitsrisiken ausfindig machen, sie beobachten und beseitigen.

Weitere Informationen und News können Sie unter http://www.voip-info.de einsehen.


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