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Betriebsausgaben

Was kann ich absetzen?

Was ein Betrieb an das Finanzamt zu zahlen hat, hängt neben dem erwirtschafteten Jahresumsatz vor allem von den Betriebsausgaben ab. Denn sie bestimmen das tatsächliche Einkommen bzw. den tatsächlichen Gewinn des Unternehmers. Deshalb ist es zum einen wichtig, dass alle Ausgaben mit Quittungen bzw. Rechnungen belegt werden müssen. Zum anderen ist es auch immer wieder eine strittige Frage, was das Finanzamt eigentlich alles als Betriebsausgabe anerkennt.

Das Gesetz bietet hierzu die kürzeste aller möglichen Formulierungen an:
"Betriebsausgaben sind die Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind." (§ 4 Abs. 5 des deutschen Einkommensteuergesetz)

Aber so einfach ist es nicht immer. So sieht das Gesetz zum Beispiel nicht vor, dass betriebliche und private Anlässe vermischt sein können. Bei Freiberuflern und Einzelselbständigen aber auch bei vielen Dienstreisen und Heimarbeitern lässt sich diese Regelung nur schwer einhalten. Deshalb gibt es bereits zahlreiche Sonderregelungen:

So werden häusliche Telefonkosten mit einem Privat-Abzug von 30% anerkannt, wenn sich der Arbeitsplatz im eigenen Haushalt befindet. Außerdem erkennt das Finanzamt auch Firmenwagen an, die z.T. privat genutzt werden oder Computer, die neben dem beruflichen Zweck private Verwendung finden. Ein gutes Beispiel sind auch die Bewirtungskosten, die in Höhe von 70 % abgezogen werden dürfen.

Der Vorwurf der „Vermischung von Beruflichem und Privatem“ wird immer wieder neu bei der Abzugsfähigkeit von Reisekosten oder einem häuslichen Arbeitszimmer diskutiert.

Auf der folgenden Seite finden Sie eine Übersicht über alle Arten von Betriebskosten. Die einzelnen Posten werden kurz und verständlich erklärt und von nicht abzugsfähigen ähnlichen Ausgaben abgegrenzt. Einige Posten wie etwa die Anschaffung eines Computers können nur per Abschreibung abgesetzt werden. Auch dazu finden Sie Informationen. http://www.betriebsausgabe.de

Da das Finanzamt immer wieder neue Festlegungen verabschiedet, ist es für alle, die mit Betriebsausgaben zu tun haben, unerlässlich, eine zuverlässige Informationsquelle zu erwerben. Ein kostenloses Angebot mit allen aktuellen Steuerregelungen gibt es bisher nicht. Im Internet liefert das „Steuernetz“ kostenpflichtig aktuelle Informationen. Eine Alternative dazu sind die jährlich neu aufgelegten Steuerratgeber, die im Buchhandel erscheinen.
http://www.steuernetz.de/

Betriebsausgaben – Check

Auch wenn man sie steuerlich absetzen kann, zunächst einmal mindern Betriebsausgaben das Unternehmenskapital. Um unnötige Ausgaben zu vermeiden, sollten Geschäftsführer bzw. Verwaltungsmitarbeiter von Zeit zu Zeit sämtliche Betriebsausgaben auf ihre Notwendigkeit prüfen.

Gerade bei Unternehmen, die schon einige Jahre laufen, können sich mit der Zeit versteckte oder überhöhte Kosten entwickeln.

So können etwa Telefonverträge aus früheren Jahren veraltet sein und ein Tarif- bzw. Anbieter-Wechsel könnte die laufenden Telefonkosten erheblich senken.

Ebenso sollten Abonnements, Flatrates und andere Zahlungen, die der monatlichen Abbuchung unterliegen, von Zeit zu Zeit kontrolliert werden, um zu prüfen, was davon überhaupt noch genutzt wird.

Überprüfen Sie auch die Preiskalkulationen Ihrer Lieferanten . Ehemalige Einzellieferanten können inzwischen große Mengen liefern, ohne Ihnen einen entsprechenden Rabatt zu gewähren. Anders herum können Sie viel Geld sparen, wenn Sie bestimmte Waren gleich auf Vorrat kaufen.

Perspektivisches Denken zahlt sich auch bei der Anforderung von Dienstleistungen aus. So werden etwa Komplettsanierungen langfristig günstiger ausfallen als Teilsanierungen in mehreren Schritten.

Und sollte es Ihrem Unternehmen richtig gut gehen, und neue Anschaffungen geplant werden, muss bedacht werden: Das Finanzamt ist berechtigt, Ausgaben als Betriebsausgaben zurück zu weisen, wenn es diese für überflüssig hält. Etwa die Anschaffung von firmeneigenen Flugzeugen oder die Einrichtung einer Betriebs-Sauna.

 


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