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Kabelloser Arbeitsplatz

Das mobile Zeitalter hat begonnen.Von der Funkmaus bis zum schnurlosen Netz - dem Kabelsalat sagen immer mehr Unternehmen Ade.

Wireless - kabellos - so sieht die Zukunft des Büros aus, zumindest wenn es nach dem Willen der großen Telekommunikations- und Computerkonzerne geht. Ob Laptops ohne Kabel, Funkmäuse, schnurlose Head-Sets oder kabellose Vernetzung ganzer Büros - die Branche erfindet immer neue Möglichkeiten, um uns mobil zu machen.

Der Vorreiter der schnurlosen Gesellschaft, unserer neuen Mobilität, ist heute aus unserem täglichen Arbeitsleben nicht mehr wegzudenken: das Handy. Was früher nur für die business people dieser Welt gedacht war, darf heute in fast keinem privaten Haushalt mehr fehlen. Die Mobiltelefone wurde innerhalb der letzten 20 Jahre enorm weiterentwickelt: Anfang des 21. Jahrhunderts können wir damit nicht nur telefonieren, auch fotografieren und filmen, im Internet surfen und mailen - alles kein Problem mehr.

Welche Technologien gibt es für das "schnurlose Büro"? Welchen Entwicklungen sehen wir entgegen? Wie lassen sich die Belastungen durch Elektrosmog mit unserem Anspruch auf einen gesunden Arbeitsplatz vereinbaren?

Telefonieren ohne Kabel

Durch das praktische Telefonieren mit dem Handy verwöhnt, wollen immer mehr Menschen auch zuhause schnurlos telefonieren. Zu diesem Zweck werden schnurlose Telefone angeboten, die überwiegend nach dem DECT-Standard arbeiten. Es können Reichweiten von über 600 Metern erreicht werden.

Bei dieser analogen Übertragung sendet die Antenne des Handgerätes hochfrequente elektromagnetische Wellen zur eigenen, im Haus aufgestellten Basisstation. Auf diesen Wellen wird die Sprachinformation transportiert. Bei Schnurlos-Telefonen nach diesem früher überwiegend verwendeten Standard beschränkt sich die nicht gepulste hochfrequente elektromagnetische Strahlenbelastung der Hausbewohner und Nachbarn nach den bisherigen Messungen auf die Zeit des Telefonierens.

Funkmaus und Funktastatur

Funktastaturen und -mäuse bedeuten schnurlose Bewegungsfreiheit. Immer mehr Hersteller bieten neben den verkabelten Eingabegeräten auch Funktastaturen und -mäuse an. Anders als bei der älteren Infrarot-Technik ist kein direkter Sichtkontakt zum Empfänger mehr notwendig, und so kann sich der Anwender je nach Gerät knapp zwei bis über vier Meter von seinem Rechner entfernen. Selbst durch Wände finden die Funkwellen ihr Ziel.

Der Kommissar geht um - Maus liest Fingerabdruck

Eine Vereinfachung von Passwortabfragen und Anmeldungen verspricht Microsoft Besitzern der neuen Wireless IntelliMouse Explorer mit Fingerprint Reader. Das Set aus Funkmaus sowie einem Empfänger mit integriertem Fingerabdruckleser soll sich komplett per Software konfigurieren und verwalten lassen.
Ein Programm für das Management von Codewörtern und Zugangskennungen gestattet Microsoft zufolge neben der Windows-Anmeldung den Zugriff auf geschützte Websites. Dafür erforderliche Daten sollen sich verschlüsselt auf dem System hinterlegen lassen, so dass das Auflegen des Fingers auf das Lesegerät zur Identifikation des Users genügt. Der Hersteller rät jedoch davon ab, sensible Daten für zum Beispiel Online-Banking in dem Passwortmanager zu speichern. Um Störungen durch andere Funkgeräte zu vermeiden, werden Befehle auf über 65.000 Kanäle von der Maus zum Windows-PC übertragen. Die Wireless IntelliMouse Explorer verfügt über fünf teils programmierbare Tasten und ein Vier-Wege-Scrollrad.

Funk-Headsets

Die schnurlosen Headsets stellen eine ideale Anwendung für Menschen, die viel telefonieren oder im Bereich Telemarketing arbeiten, dar. Man kann sich frei bewegen und trotzdem mit hoher Qualität telefonieren. Gleichzeitig telefonieren, ein Fax schicken oder die Kollegin im anderen Büro besuchen, all das ist nun rauschfrei und mit bester Qualität möglich.

Fliegende Daten - Internet ohne Kabel

Wireless LAN (Wireless Local Area Network, WLAN) bezeichnet eine Funktechnik, die Rechnern den kabellosen Zugang ins Internet ermöglicht. Bei neuen Computern ist WLAN gleich mit eingebaut, andere lassen sich schon für 20 Euro nachrüsten. Das schnurlose Surfen ist nicht nur zu Hause auf dem Sofa oder im Garten angenehm, sondern vor allem auf Reisen sehr praktisch: in Hotels, auf Bahnfahrten, in Cafés und Restaurants.

Die Lufthansa testet gerade WLAN auf ihren Langstreckenflügen, sodass Reisende auch während eines Fluges ins Internet können. Erste Versuche sind zwar noch nicht zur vollsten Zufriedenheit gelungen, aber schon bald wird das Bild am Laptop arbeitender Geschäftsleute oder aber im Internet surfender Privatfliegender eine Selbstverständlichkeit sein.

Drahtlose Vernetzung mehrerer Büros

WMAN Wireless Metropolitan Area Network bezeichnet die Vernetzung von Firmengebäuden im Umkreis von einigen Kilometern durch ein leistungsstarkes Hochgeschwindigkeits-Funknetzwerk mit einem gemeinsamen Internetzugang.

Anstatt die unternehmensinterne Datenkommunikation zwischen zwei entfernt liegenden Gebäuden über teure DSL- oder Standleitungen abzuwickeln, kann der Datenaustausch selbst über mehrere Kilometer hinweg per Funknetzwerk durchgeführt werden. Dies bietet sich für Unternehmen mit mehreren Dependancen in einer Stadt oder für Unternehmen, bei denen beispielsweise Verwaltung und Lager nicht im selben Gebäude untergebracht sind. Auch für Privatnutzer könnte diese Lösung interessant werden: Durch die gemeinsame Nutzung von lediglich einem DSL-Anschluss amortisieren sich die Kosten für die Hardware relativ schnell. Neben der reinen Datenübermittlung könnten auch noch Telefonate geführt werden - innerhalb des Netzwerks natürlich kostenlos.

Mobile Fotodrucker

Knipsen - und sofort das Bild in der Hand haben: Tragbare Drucker ermöglichen, was bisher nur Polaroids schafften.

Der größte Vorteil von digitalen Kameras: Man kann die Bilder sofort nach der Aufnahme auf dem Display betrachten. Das Problem: Ist das Foto gut, möchten wir am liebsten sofort einen Abzug. Bisher konnte der Fotograf kann diesen Wunsch allerdings nicht gleich erfüllen. Dies hat nun ein Ende, dank der neuen portablen Fotodrucker.

Diese drucken Fotos auch mit Akkustrom oder im Auto über einen Zigarettenanzünder-Adapter.

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Die Zukunft

Die neue Technologie Bluetooth

Eine der zukunftsträchtigen Entwicklungen ist "Bluetooth. Namhafte Hersteller wie Ericsson, Nokia, IBM, Intel und Toshiba bilden eine Interessengemeinschaft um einen Standard zu schaffen, der die Schnurlos-Kommunikation zwischen elektronischen Geräten ermöglicht. Seit Microsoft mit im Boot ist, ist die Zahl der mitarbeitenden Unternehmen auf über 2.000 gestiegen. Ein weiterer Grund dürfe darin liegen, dass, um Bluetooth zu fördern, seine Verwendung jedem erlaubt ist (lizenzfrei).

Bei der Namensgebung spielte der skandinavische Ursprung sicherlich eine große Rolle: Der Name "Bluetooth" ist auf den Dänenkönig Harald Blatand, auch Blauzahn genannt, zurückzuführen, der sein Königreich bis nach Norwegen ausdehnen und einigen wollte.

Bei Bluetooth handelt es sich um eine Funkkomponente im Ultrahochfrequenz-Bereich, die in einen Mikrochip eingebettet ist. Mit dieser Technik lassen sich mobile Geräte kabellos miteinander verbinden, ohne dass ein Kontakt erforderlich ist.

Damit können Sprache und Daten per Radiowellen übertragen werden. Somit können wir in Zukunft auf jegliche Verkabelung mit Reichweiten von 10 Meter und mit Verstärker bis zu 100 Meter verzichten. Geräte unterschiedlichster Hersteller können drahtlos miteinander kommunizieren. Nun ist Schluss mit dem Kabelsalat, denn Drucker, Scanner, Fax müssen jetzt nicht mehr via Kabel an den Computer angeschlossen werden.

"Bluetooth" ermöglicht jederzeit eine Internetverbindung von jedem Ort der Welt. Viele Ideen wurden bereits vorgestellt, z.B. eine Armbanduhr ,die vibriert, wenn das Telefon klingelt. Diese Anwendung kann beispielsweise hörgeschädigten Menschen behilflich sein.

Bluetooth kann, wenn Sie Ihr Büro betreten, automatisch sämtliche Termine, Adressen oder Notizen die in Ihrem Organizer eingetragen sind an den Büro Computer übermitteln - und natürlich umgekehrt. Bluetooth-Geräte scannen ihre Umgebung selbständig, sodass ein Einschalten und Abstimmen der Geräte von Hand nicht mehr nötig ist. Kommt ein anderes Bluetooth-Gerät in Reichweite, nehmen die beiden automatisch Kontakt miteinander auf. Das Ganze funktioniert aus bis zu ca. zehn Metern Abstand und sogar durch Mauerwerk hindurch. Kabellose Kommunikation mit einem Handy mittels Headset ist ebenso möglich wie Computermäuse und Haushaltsgeräte ohne Kabel.

Gesundheit

Doch bei allen Vorteilen der vielen schnurlosen Geräte, darf man die Gefahren nicht ganz vergessen, denn all diese Geräte funktionieren nur mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen.

FunkmastDie von WLAN-Geräten genutzten Funkfrequenzen liegen um 2,4 GHz, im Mikrowellenbereich. Die gleiche Wellenlänge wird von Mikrowellenherden, Mobilfunk und Radar genutzt. Es herrscht allgemein Unsicherheit darüber, ob die Strahlungsleistungen, die von Mobilfunk- oder WLAN-Geräten ausgehen, schädliche Auswirkungen auf Organismen haben - sprich gefährlich sind. Die Meinungen dazu gehen auseinander, Langzeitstudien gibt es noch nicht. Bei den Strahlungen innerhalb eines Mikrowellenherdes oder in der Nähe militärischer Radaranlagen sind schädliche Auswirkungen unbestritten und auch die Politik hat sich dieses Themas bereits angenommen. Es wurden Grenzwerte für unterschiedliche Bereiche festegelegt, die allerdings nicht europaweit gelten. So hat Russland beispielsweise aufgrund seiner bitteren Erfahrung mit schädlichen Strahlen wesentlich geringe Grenzwerte als Deutschland.

Die Regelungen zum Arbeitschutz in Bezug auf "Elektromagnetische Felder" sind in der Unfallverhütungsvorschrift BGV B11 festgehalten. Darin werden verschiedene Expositionsbereiche (Einwirkbereiche), Bereiche mit erhöhter Exposition sowie "Gefahrenbereiche" unterschieden. Für diese Bereiche gelten unterschiedliche Grenzwerte. Im Allgemeinen gelten für die beruflichen Expositionen geringere Sicherheitsfaktoren als für die allgemeine Bevölkerung, da der Personenkreis der beruflich Exponierten aus Erwachsenen besteht, die unter kontrollierten Bedingungen für die Dauer eines Arbeitstages elektromagnetischen Feldern ausgesetzt sind. Für die Einhaltung der Vorschrift sind die Unternehmen verantwortlich.

Weitere Informationen zum Gesundheitsschutz finden Sie unter http://www.bmwa.bund.de/Navigation/root,did=38598.html
http://www.bgfe.de/aktuell/unfallverhuetungsvorschrift_elektronmagnetische_felder.html


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